Heimwerker, die nur selten Handwerken stoßen in der Regel an ihre Grenzen. Nicht selten wird versucht, mit einer handelsüblichen Bohrmaschine ein Loch in die Wand zu bohren. Handelt es sich um Holz, Porenbeton oder Gipskarton, dürfte die Sache gleich erledigt sein. Bei Stahlwänden, wie sie häufig in Plattenbau vorkommen, muss der Heimwerker wohl oder übel zu einem Bohrhammer greifen.
Die normalen Schlagbohrhammer sind für solche Zwecke nämlich zu schwach. Der Unterschied zwischen den beiden Geräten liegt am Aufbau der Maschinen. Die Schlagbohrmaschine weißt zwei verzahnte Metallscheiben auf, die sich beim Bohren gegeneinander drehen. Das bedeutet, er dreht sich wie ein Schraubenzieher, während ein Bohrhammer, ähnlich wie ein richtiger Hammer arbeitet. Der Metallzylinder der im Bohrer steckt, schlägt quasi gegen die Wand. Deswegen lassen sich damit auch Mauerwerke einschlagen, wenn die Joule Stärke hoch genug ist.
Günstige Geräte für Einsteiger
Eine generelle Empfehlung gibt es in diesem Bereich natürlich nicht, weil sich mit einem Bohrhammer zahlreiche Projekte umsetzen lassen. Geht man davon aus, dass der Bohrhammer Löcher in eine Wand bohren soll, um ein Bild aufzuhängen oder um einen Lampenschirm zu montieren, genügt eine Schlagkraft von 1,5-3 Joule.
Solche Geräte gibt es bereits ab 30 Euro aufwärts im Baumarkt um die Ecke. Freilich sind Geräte um die 100, 200 oder sogar 1000 Euro erhältlich.
Die Unterschiede liegen bei:
Das sind die grundlegenden Unterschiede. Wer täglich mit einem Bohrhammer arbeitet, setzt natürlich auf ein besseres Gerät, weil eine 30 Euro Maschine bald den Geist aufgeben würde, wenn mit dieser täglich hantiert wird. Das Material kommt an seine Grenzen, wie auch der Motor.
Wer sich ein Kombigerät mit unterschiedlichen Aufsetzen kauft, liegt mit etwa 100-300 Euro, am besten Rahmen. Mit einem Bohrhammer lassen sich wie gesagt, nicht nur Löcher bohren, sondern auch Materialien abtragen und stemmen. Wer beispielsweise einzelne Fliesen entfernen möchte, kann dies ebenso mit einem Schlagbohrer samt Fließenmeißel-Aufsatz regeln. Hierfür gibt es die unterschiedlichsten Aufsätze, für die verschiedenen Materialien und Projekte.
Je höher die Schlagkraft, desto weniger präzise die Arbeit
Als Kaufkriterium sollte die Schlagkraft im Vordergrund stehen. Wird der Bohrhammer zum Stemmen von Materialien verwendet oder für Meißel Arbeiten, sollte die Schlagkraft dem Projekt entsprechen.
Auch mit 10 Joule lassen sich bei Bedarf Wände abtragen, nur dauert dies länger, weil weniger Kraft auf die Mauer einwirkt. Wer sich unsicher ist, fragt im Baumarkt nach, wo es zudem günstige Maschinen zu mieten gibt.
Fazit:
Ein Bohrhammer ist ein Powergerät mit dem sich viel realisieren lässt. Anfänger dürfen keinesfalls die Kraft unterschätzen, die in solch einer Maschine liegt. Vorsichtig anfangen und am besten mit einer kleinen Joule Stärke bohren.